Das zumindest wünscht sich, nach einem Artikel der Sächsichen Zeitung, der derzeitige Insolvenzverwalter Michael Jaffé. Ich persönlich, noch nicht einmal als Dresdner im Speziellen, gönne jedem Mitarbeiter von Qimonda seinen Arbeitsplatz. Aber man muss doch die Frage stellen, ob es staatliche Hilfen für ein defizitäres Geschäft geben sollte. Wenn Qimonda eine lohnende Investition wäre, dann sollte doch ein privater Investor bereitstehen. Das sollte auch Herrn Jaffé klar sein.
Der sächsische Wirtschaftsminister sieht das genauso:
Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Thomas Jurk (SPD) kann sich eine Beteiligung des Staates vorstellen, wenn es einen Investor gibt. Der Freistaat werde aber nicht als alleiniger Investor einspringen, sagte Jurk laut einer Ministeriumssprecherin. Voraussetzung für eine staatliche Beteiligung seien ein Investors und ein tragfähiges Zukunftskonzept.
Man kann nur hoffen, dass man ein solches findet. Und ich hoffe, dass, falls sich doch kein Investor findet, nicht die Politik dafür an den Pranger gestellt wird, was die Manager von Qimonda und Infineon verzapft haben.

Da bin ich voll und ganz Deiner Meinung. Man muss aufpassen, dass die momentane Krise nicht dazu genutzt wird, dass der Staat als Retter defizitärer Unternehmen herhalten muss.
Firmen sind früher schon Plete gegangen und werden das auch in Zukunft tun. Und dabei handelt es sich auch um ein notwendiges Instrument um den Markt von unrentablen Firmen zu bereinigen die sich ohnehin nicht dem Wettbewerb stellen könen.
Ich frage mich ja selber oft ob die Einmischung des Staates überhaupt sinnvoll ist. Eine recht gute Idee wäre es doch, eigentlich, wenn man die Finanzspritzen des Staates an den, in den Vorjahren, gezahlten Steuern, bemessen würde. Also, wenn es einem Unternehmen Jahre lang gut ging, und es Steuern gezahlt hat, sollte es in wirklichen Notfällen, wo eine Insolvenz droht, darauf zurück greifen können – nicht mehr und nicht weniger…
Was mich ja mal interessieren würde ist eine genaue Kostenaufstellung, was eigentlich sinnvoller ist; Eine finanzielle Hilfe des Staates gegenüber dem Aufwand die ehemaligen Angestellten in anderen Beschäftigungen unter zu bringen.