In letzter Zeit taucht es verstärkt in den Medien auf, das Thema “Privatsphäre im Internet”. Aufhänger sind Umfragen die belegen, dass Personalabteilungen von Unternehmen das Netz durchforsten, und zwar auf der Suche nach Hintergrundinformationen zu Bewerbern. Das eine ist, dass man möglichst keine “anzüglichen” Dinge über sich online stellen sollte. Das ist nur vernünftig.
Was aber, wenn seriöse Meinungsäußerungen nicht mit den Weltsichten einer entsprechenden Firma konform gehen? Hier kommt man zu der paradoxen Situation, dass die Möglichkeiten des Internet einerseits den Meinungsaustausch, die Meinungsvielfalt, eben die Meinungsfreiheit beflügeln wie kein anderes Medium zuvor. Andererseits sorgen die Möglichkeiten dafür, dass Äußerungen von Meinungen quasi einer Selbstzensur unterliegen, die sich daran orientiert, was gerade politisch korrekt ist.
Es bleibt abzuwarten, in was für eine Art Gesellschaft dieses Paradoxon führen wird.

Höchstwahrscheinlich gleicht sich die Gesellschaft immer mehr der in der DDR an oder es wird noch schlimmer. Früher wusste man, wem man was oder wo man was nicht sagen darf…
Aber ehrlich gesagt ist es auch ein Frage, ob man sich von sowas Angst machen lässt. Wenn mein potentieller Chef meine politischen Ansichten nicht teilt und mich deshalb nicht einstellt – sein Pech.
PS: Schön, dass es wieder weiter geht!
Das man sich mit persönlichen Daten/Bildern im Web eher zrückhalten sollte, müßte eigentlich jedem klar sein.
Die im zweiten Absatz geäußerten Bedenken sehe ich eigentlich nur im Hinblick auf extreme Positionen.