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Archive for the ‘Dresden’ Category

Am 27.02.2012 berichtet die SZ, dass in die Centrum-Galerie 20 Millionen Euro investiert werden sollen, damit das Geschäft besser läuft. Da fragt man sich doch, ob die Manager wirklich wissen, was sie da tun. In den letzten Jahren ist Verkaufsfläche in Dresden nicht knapper geworden (Stichwort Elbepark und Altmarktgalerie).

Wer soll nur immer kaufen?

Das fragt sich zumindest meine Mutter häufiger. Sie ist bestimmt keine Wirtschaftswissenschaftlerin, und ich bin auch keiner, aber ist es wirklich eine unzulässige Milchmädchenrechnung, wenn man fragt, wer denn womit für Umsatz sorgen soll? Und im Angesichte schwindender Ressourcen kann man sich auch fragen, ob man nur immer kaufen sollte? Aber das ist eine Frage für meinen anderen Blog.

Ich würde zumindest mein Geld nicht in Verkaufsfläche in Dresden investieren.

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Arme deutsche Sprache

Wahrscheinlich werde ich langsam alt. Zumindest zieht es mir die Schuhe aus, wenn ich den folgenden Artikel auch nur bis zur Hälfte lese:

Wochenkurier Dresden Nord KW 12

Wochenkurier Dresden Nord KW 12

Ich will der Schreiberin oder dem Schreiber nicht zu nahe treten, ich vermute aber im Wochenkurier keine Parodie auf sich selbst. Dann wäre diese auch nicht perfekt gelungen, denn es gibt einige unschöne Nachlässigkeiten, wie z.B. die Verwendung von „Jungs“ und „Boys“. Vielleicht sind das aber wirklich Begriffe für 2 unterschiedliche Dinge?! Ich vermute einfach, dass der Titel Programm ist für das Geschreibsel.

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Das zumindest wünscht sich, nach einem Artikel der Sächsichen Zeitung, der derzeitige Insolvenzverwalter Michael Jaffé. Ich persönlich, noch nicht einmal als Dresdner im Speziellen, gönne jedem Mitarbeiter von Qimonda seinen Arbeitsplatz. Aber man muss doch die Frage stellen, ob es staatliche Hilfen für ein defizitäres Geschäft geben sollte. Wenn Qimonda eine lohnende Investition wäre, dann sollte doch ein privater Investor bereitstehen. Das sollte auch Herrn Jaffé klar sein.

Der sächsische Wirtschaftsminister sieht das genauso:

Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Thomas Jurk (SPD) kann sich eine Beteiligung des Staates vorstellen, wenn es einen Investor gibt. Der Freistaat werde aber nicht als alleiniger Investor einspringen, sagte Jurk laut einer Ministeriumssprecherin. Voraussetzung für eine staatliche Beteiligung seien ein Investors und ein tragfähiges Zukunftskonzept.

Man kann nur hoffen, dass man ein solches findet. Und ich hoffe, dass, falls sich doch kein Investor findet, nicht die Politik dafür an den Pranger gestellt wird, was die Manager von Qimonda und Infineon verzapft haben.

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In der Neujahrsnacht 2008/09 ist der Polizei ein Fehler unterlaufen. Sie hat auf einen neunfachen Notruf nicht reagiert. Die Folge war, dass ein hilfloser, geistig und körperlich behinderter Rollstuhlfahrer von der Silvesterfeier von einem zufällig vorbeigekommenen Taxi glücklicherweise heimgebracht wurde. Es wollte sich schlicht keiner um den Mann kümmern, weder die Betreiber des Clubs noch der Begleiter des Rollstuhlfahreres, der nicht mehr aufzutreiben war.

Die Polizei hat Fehler eingeräumt:

„Wir können dem Herrn keinen Vorwurf machen. Er hat sich komplett richtig verhalten. Der Fehler liegt bei uns“, sagte Polizeisprecher Thomas Geithner

Ok, die Polizei hat einen Fehler gemacht. Aber werden da auch Konsequenzen gezogen? Denn,

Unabhängig von der eigenen Panne prüft die Polizei nun, ob der Rollstuhlfahrer von einem Betreuer im Stich gelassen wurde. Im Raum stehe etwa eine fahrlässige Körperverletzung durch Unterlassen

Gilt Dasselbe nicht auch für die Polizei?

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Nun ist das alte Jahr vorbei, und viele sind mit guten Vorsätzen ins Neue Jahr gestartet. Ich wünsche allen Lesern „Gutes Gelingen“ bei der Umsetzung. Der heutige Neujahrsspaziergang war durchaus belebend und unterhaltsam.

Bis auf die Hinterlassenschaften der feiernden Menschen. Hier in Dresden scheinen diese vorzugsweise an öffentlichen Plätzen zu finden zu sein. Auf seinem eigenen Hof würde wahrscheinlich jeder gleich aufräumen.

neujahrDas Foto ist eine Impression unseres lokalen „Wanderweges“ am heutigen Vormittag. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie es auf den Elbwiesen aussieht. Dazu gibt es sicher „schöne“ Fotos in der nächsten Ausgabe der Sächsischen Zeitung. Kann denn nicht jeder ein wenig mitdenken? Wird hier die Ausrede, „Die da Oben benehmen sich das ganze Jahr daneben“ bemüht? Dieses Unverständis einiger Menschen gegenüber den einfachsten Verhaltensregeln treibt auch Birni in seinem Blog um.

Nichts desto trotz gehe ich positiv ins Neue Jahr. Ich nehme an, dass die Menschen, die auf Kosten anderer die Umgebung verschandeln, in der Minderheit sind.

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Schade um die schöne Weihnachtszeit. Ich empfand sie dieses Jahr als quasi nicht vorhanden. Die Besinnlichkeit bleibt nahzeu auf der Strecke, aber das empfinden sicher viele so. Und wenn wir schon so weit sind, dann lässt sich doch auch laut über die Verlängerung des Dresdner Striezelmarktes über den Heiligen Abend hinaus nachdenken.

„Das würde unserer Stadt gut zu Gesicht stehen“, sagte der Vizechef des Hotels Pullman Dresden Newa, Ulrich Prasser.

Das empfinde ich nicht. Ein Weihnachtsmarkt gehört in die Adventszeit, das Weihnachtsfest ist der Höhepunkt des zu Ende gehenden Jahres. Punkt.

Rund 2,6 Millionen Dresdner und Touristen haben den diesjährigen Striezelmarkt besucht – etwa 100000 mehr als vor einem Jahr. Dennoch steckt Dresden in einer Tourismuskrise.

Daran wird auch ein verlängerter Striezelmarkt nichts verändern. Hauptattraktionen bleiben die Semperoper, die Dresdner Sammlungen und die barocke Architektur. Wenn es der Stadt nicht gelingt, diese zu vermarkten, wird auch ein saisonal begrenztes Ereignis die Hotels nicht sanieren. Zumal es ja sogar eine Selbstbeschränkung zu geben scheint:

Mario Müller-Milano vom Dresdner Händler- und Schaustellerverband [:] […]  Den 31. Dezember benötigten die Händler aber zum Abbauen.

Begreift also doch einer, dass man zu Ostern Glühwein schlecht verlaufen kann. Andererseits, wenn der Markt am 31. Dezember stehen bliebe, könnten sich wildgewordene Jugendliche in der Silvesternacht austoben und unversteuerte illegale Feuerwerkskörper verwenden, um die Hütten kontrolliert abzubrennen. Das freute die Feuerwehr, denn das Gefahrenpotential würde lokal begrenzt. Auch die Zimmererzunft von Dresden hätte einige Aufträge mehr, denn neue Verkaufsstände müssten hergestellt werden. Oh Du fröhliche…Wirtschaftskrise.

Quelle: Sächsische Zeitung, 27.12.2008

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Heute weiß die Sächsische Zeitung zu berichten, dass bei IKEA in Dresden und Sindelfingen Expresskassen eingerichtet wurden. Eine Voluntärin der SZ hat dazu einen Selbstversuch gewagt und einen Artikel geschrieben.

Schade nur, dass an diesem Tag zu viele Dresdner ihren Feierabend ebenfalls bei Ikea verbringen. Das Ergebnis: lange Schlangen an den Kassen.

Dagegen sollen nun 8 Expresskassen helfen. Hier geht es angeblich schneller vorwärts, dafür muss der Kunde selber seine Waren scannen. Toller Service von der IKEA Family. Hauptsache ich lasse mein Geld im vollautomatischen Warenhaus. Aber zurück zu Kasse.

Mit dem roten Laserstrahl können Waren bei Ikea nun eigenhändig eingescannt werden. Die Bedienung funktioniert kinderleicht und bringt Spaß.

So zumindest die zugehörige Bildunterschrift. Im Text klingt das zwischen den Zeilen schon anders:

Zielsicher ziehe ich den rotleuchtenden handlichen Scanner über den Barcode, […] . Doch nichts geschieht.

Doch schon bei meinen wenigen Artikeln bin ich kurz davor, den Überblick zu verlieren.

Tolle neue Welt. Damit man nicht absichtlich den Überblick verliert, ist für 4 Kassen eine Kassiererin zuständig. Das nenne ich Effektivitätssteigerung. Den Verlust an Service bemerkt schon gar keiner mehr, weil es schön schnell geht. Aber auch nur so lange, wie nicht die anderen Kunden auch auf den Trichter gekommen sind und die „normalen“ Kassen klammheimlich und allmählich verschwinden.

Den Gipfel aber liefert „Marion Schmidt von der Verbraucherschutzzentrale Sachsen“:

Diese Kassen sind eine gute Idee.

Danach erfolgt noch eine Relativierung, dass für ältere Menschen die „normalen“ Kassen erhalten bleiben sollten. Toll. Das ist angeblich auch der Plan von IKEA. Na mal sehn, wieviele KassiererInnen in einem Jahr noch beschäftigt sind. Es ist unglaublich, aber der Artikel verbreitet positive Stimmung, obwohl Service und Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Vor solchem Journalismus graut es mir.

Quelle: Sächsische Zeitung, 28.10.08, Wenn Kunden sich selbst abkassieren“
Von Juliane Richter


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