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Archive for the ‘Fragestunde’ Category

Fairness und Effizienz

Zwei tolle Worte, die aber meiner Meinung nach nicht immer recht zusammenpassen wollen. sueddeutsche.de ist da anderer Meinung und hat einen „Wettbewerb um Ideen“ ins Leben gerufen:

Wie machen wir die Gesellschaft fairer und effektiver? Die SZ sucht junge Leute mit Ideen!
Was ist unter einer effektiven Gesellschaft zu verstehen? Ist Effektivität der Fairness nicht entgegengesetzt? Vielleicht verdichte ich mal meine Gedanken zum Thema, es ist auf jeden Fall interessant.

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Dass die Personalabteilung mittlerweile „Human Ressources“ heißt und diese Übersetzung ins Deutsche tatsächlich „Ressourcen“ ist (wie z.B. bei einem Planungsprogramm für Projekte des Weltmarktführers für kommerzielle Bürosoftware), daran habe ich mich ja nun gewöhnt. Die Arbeitnehmer wahrscheinlich auch. Aber man kann eben alles immer noch einen Zacken besser, oder eben schlechter, machen.

Schon gestern, also am 06.01.2008, lieferte die Sächsische Zeitung eine Randnotitz zur Übernahme von VW durch Porsche.

Der Sportwagen-Hersteller Porsche hat sich gestern die Mehrheit an Volkswagen gesichert. Die Beteiligung sei auf 50,76 Prozent der Stammaktien gestiegen, teilte Porsche am Abend in Stuttgart mit. Damit haben auch die rund 8000 VW-Mitarbeiter in Sachsen einen neuen Eigentümer.

Ich wußte gar nicht, dass die Sklavenmärkte schon wieder eröffnet sind.

Klar, jeder weiß, was gemeint ist. Aber wenigstens von einer Zeitung sollte man doch semantisch korrekten Sprachgebrauch erwarten können. Ich würde sogar die (vielleicht philosophische) Frage stellen, ob nicht ein solcher Sprachgebrauch die Entwicklung der Wirklichkeit in diese Richtung begünstigt.

Quelle: Sächsische Zeitung, 06.01.2008

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Da in den letzten Tagen eine Zahl von 15,7% (Krankenkassenbeitrag für Pflichtversicherte) in den Medienauftauchte, habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht. Mir geht es dabei nicht um die 15,7%, sondern um die Frage, warum da so ein Aufwand betrieben werden soll. Setzen sich Lobbies auf dem Rücken der Beitragszahler durch?

Die Grundannahme meiner Fragestellungen ist, dass eine bestimmte medizinische Leistung immer das gleiche kostet (Quelle: Wikipedia, 20.09.08).

Stattdessen wird die Vergütung umgestellt auf Pauschalen je Leistung, je behandelte Krankheit oder je Patient, die in einer bundeseinheitlichen Euro-Gebührenordnung festgelegt werden.

Auf dieser Grundlage kann eine gesunde Konkurrenz von Krankenkassen kaum funktionieren. Es sei denn, verschiedene Kassen versichern verschiedene Leistungen. Aber wer legt fest, auf welche Leistungen jeder mindestens Anspruch hat?

Meiner Meinung nach ist die Krankenversicherung eine Versicherung wie die Arbeitslosenversicherung. Jeder hat ein anderes Risiko, Leistungen in Anspruch nehmen zu müssen, aber im Sinne des Zusammenhalts der Gesellschaft sollte jeder den „gleichen Wert“ haben. Damit stellt sich mir die Frage: Was wäre schlechter, wenn es eine zentrale, staatliche Kasse gäbe?

Aus meiner Sicht würden dadurch massiv Kosten gespart, weil der ganze Überbau zur Geldumverteilung entfallen würde. Und eine letzte, provokante Frage zum Schluss, die nur noch Teilweise zum Thema gehört: Aus welchem Grund wurde die Beitragsbemessungsgrenze erfunden?

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