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Posts Tagged ‘Barack Obama’

Während des Wahlkampfes in den USA war ich ein Fan von Obama. Aber schon damals sagten viele, und ich stimme dem zu, er muss sich mit seinen Entscheidungen erst beweisen. Nun druckt die Sächsische Zeitung ein „Positionspapier“ des US-Präsidenten in der Reihe „Perspektiven“ ab. Darin geht es um seine Ansichten zur derzeitgen Wirtschaftskrise.

Ein Ansatz erscheint mir richtig. Er möchte die

…regulatorische Struktur […] reformieren…(1)

und damit sowie in internationaler Zusammenarbeit

…zukünftige Krisen verhindern. (1)

Die konkret vorgeschlagenen Maßnahmen sind allerdings, aus meiner Sicht, nur „Phrasendrescherei“. Entschuldigung, Mr. President, aber ich zitiere:

Zunächst müssen wir zu schnellen Maßnahmen greifen, um das Wachstum zu stimulieren. (1)

Was ich könnte, wenn ich das lese, will ich lieber nicht schreiben. Meine Meinung zum Thema Wachstum habe ich bereits kundgetan.

Ein paar Zeilen weiter (Hervorhebung durch den Autor):

…fiskalische Anreize…sollten robust und nachhaltig sein, bis die Nachfrage wiederhergestellt ist. (1)

Toll, da kommt sogar das Wort „nachhaltig“ vor, muss doch gut sein, was Barack Obama da fordert. Wikipedia zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit:

Allgemein gilt eine Wirtschaftsweise dann als nachhaltig, wenn sie dauerhaft betrieben werden kann.

Soll sie aber gar nicht, nur, bis der Wirtschaft mit Steuermitteln wieder auf die Beine geholfen wurde. Danach gerne weiter wie bisher, den Papiertiger von Schuldenbremese z.B. kann ja niemand ernst nehmen.

Und weiter im Artikel wird aus Obama dann wirklich wieder „nur“ ein Präsident der Vereinigten Staaten. In Bezug auf notwendige Hilfen für Schwellenländer ist die Begründung der Notwendigkeit ein Schlag ins Gesicht eben dieser Nationen:

…unsere eigene Entwicklung verögert sich, weil die Märkte für unsere Produkte noch weiter schrumpfen werden und noch mehr Arbeitsplätze in Amerika verloren gehen. Die G20 sollten schnell Mittel bereitstellen…(1)

Ich war ja wiklich versucht zu hoffen, dass ein neuer Wind in Washington wehen könnte. Aber leider nein. Stattdessen gleich nach Beginn der Amtszeit der Offenbarungseid:

Jetzt ist es Zeit, zusammenzuarbeiten, um das nachhaltige Wachstum wiederherzustellen. (1)

Was soll man dazu sagen, außer gebetsmühlenartig zu wiederholen, daß Wachstum eben nicht nachhaltig ist.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 28.03.2009, Seite 5

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