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Posts Tagged ‘Centrum Galerie’

Am 27.02.2012 berichtet die SZ, dass in die Centrum-Galerie 20 Millionen Euro investiert werden sollen, damit das Geschäft besser läuft. Da fragt man sich doch, ob die Manager wirklich wissen, was sie da tun. In den letzten Jahren ist Verkaufsfläche in Dresden nicht knapper geworden (Stichwort Elbepark und Altmarktgalerie).

Wer soll nur immer kaufen?

Das fragt sich zumindest meine Mutter häufiger. Sie ist bestimmt keine Wirtschaftswissenschaftlerin, und ich bin auch keiner, aber ist es wirklich eine unzulässige Milchmädchenrechnung, wenn man fragt, wer denn womit für Umsatz sorgen soll? Und im Angesichte schwindender Ressourcen kann man sich auch fragen, ob man nur immer kaufen sollte? Aber das ist eine Frage für meinen anderen Blog.

Ich würde zumindest mein Geld nicht in Verkaufsfläche in Dresden investieren.

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3000 neue Jobs in Dresdens Kaufhäusern“ tönt die Sächsische Zeitung auf ihrer heutigen Titelseite. Die Fakten sind die folgenden. Im Dresdner Zentrum wird eine bestehende Einkaufspassage um 18000 Quadratmeter erweitert, eine neue gebaut mit 52000 Quadratmetern und eine dritte befindet sich in Planung. Insgesamt soll die Verkaufsfläche in der Innenstadt von 151000 auf 243000 Quadratmeter wachsen.

Ich frage mich aber, wo der plötzliche Kaufkraftzuwachs herkommen soll, wo doch alle Welt über gestiegene Energiepreise redet. Die Investitionen in Verkaufsfläche werden in meinen Augen viel zu sehr hochgejubelt. Es wird keinerlei Mehrwert produziert, und die „neuen Jobs“ fallen an anderer Stelle weg. Auch über die Qualität wird einiges gesagt:

Allerdings handelt es sich oft um Teilzeitjobs, schränkt Lucas ein. Zudem müssten Läden an anderer Stelle aufgeben.

Bettina Klemm sieht das Ganze in Ihrem Kommentar allerdings uneingeschränkt positiv. Schade, von einem Kommentar hätte ich mehr Weitblick erwartet. Aber schon der Satz:

Noch immer kleiden sich viele Dresdner in Berlin, Leipzig oder München ein.

sagt einiges aus. Ich bin wirklich neugierig, wieviele der Dresdner das tatsächlich tun. Vielleicht die, die in Berlin, Leipzig oder München arbeiten, aber die kaufen hier sowieso nicht ein.

Noch witziger die Aussage:

Nach dem Bau der geplanten Einkaufszentren wird sich etwa ein Viertel der gesamten Verkaufsfläche auf die Innenstadt konzentrieren. Bisher sind es mit 18 Prozent zu wenig für eine Großstadt und ihr Umfeld.

Warum braucht das Umfeld einer Stadt einen hohen Anteil von Läden im Stadtzentrum? Wäre dem Umland nicht mit dem Erhalt von Läden in den Kreisstädten mehr geholfen? Aber die geben dann vielleicht auf, weil die Kunden doch nach Dresden shoppen fahren, wenn das Benzin grad mal billig ist. Und später fahren die Kunden auch, wenn das Benzin teuer ist, weil es den entsprechenden Laden im Umland nicht mehr gibt. Den alten Arbeitsplatz der Verkäuferin übrigens auch nicht mehr. Durch die Neubauten gibt es selbst im Stadtzentrum nicht nur Licht:

Peek&Cloppenburg und Karstadt-Sport beispielsweise ziehen 2010 in die Neubauten um. Auch für deren bisherige Läden sind neue Mieter gefragt.

Hat man schon welche oder stehen die z.T. recht jungen Gebäude an der Prager Straße dann leer? Ich bin wirklich gespannt, wie lange sich die Vielzahl der konkurrierenden Läden auf engstem Raum wird halten können. Ich behaupte, die Anzahl der Beschäftigten im Einzelhandel wird allenfalls gleichbleiben. Und ich mache ein Kreuz im Kalender, wenn aus den Jobs endlich wieder Arbeitsplätze geworden sind.

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