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Posts Tagged ‘Dresden’

Am 27.02.2012 berichtet die SZ, dass in die Centrum-Galerie 20 Millionen Euro investiert werden sollen, damit das Geschäft besser läuft. Da fragt man sich doch, ob die Manager wirklich wissen, was sie da tun. In den letzten Jahren ist Verkaufsfläche in Dresden nicht knapper geworden (Stichwort Elbepark und Altmarktgalerie).

Wer soll nur immer kaufen?

Das fragt sich zumindest meine Mutter häufiger. Sie ist bestimmt keine Wirtschaftswissenschaftlerin, und ich bin auch keiner, aber ist es wirklich eine unzulässige Milchmädchenrechnung, wenn man fragt, wer denn womit für Umsatz sorgen soll? Und im Angesichte schwindender Ressourcen kann man sich auch fragen, ob man nur immer kaufen sollte? Aber das ist eine Frage für meinen anderen Blog.

Ich würde zumindest mein Geld nicht in Verkaufsfläche in Dresden investieren.

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Arme deutsche Sprache

Wahrscheinlich werde ich langsam alt. Zumindest zieht es mir die Schuhe aus, wenn ich den folgenden Artikel auch nur bis zur Hälfte lese:

Wochenkurier Dresden Nord KW 12

Wochenkurier Dresden Nord KW 12

Ich will der Schreiberin oder dem Schreiber nicht zu nahe treten, ich vermute aber im Wochenkurier keine Parodie auf sich selbst. Dann wäre diese auch nicht perfekt gelungen, denn es gibt einige unschöne Nachlässigkeiten, wie z.B. die Verwendung von „Jungs“ und „Boys“. Vielleicht sind das aber wirklich Begriffe für 2 unterschiedliche Dinge?! Ich vermute einfach, dass der Titel Programm ist für das Geschreibsel.

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In der Neujahrsnacht 2008/09 ist der Polizei ein Fehler unterlaufen. Sie hat auf einen neunfachen Notruf nicht reagiert. Die Folge war, dass ein hilfloser, geistig und körperlich behinderter Rollstuhlfahrer von der Silvesterfeier von einem zufällig vorbeigekommenen Taxi glücklicherweise heimgebracht wurde. Es wollte sich schlicht keiner um den Mann kümmern, weder die Betreiber des Clubs noch der Begleiter des Rollstuhlfahreres, der nicht mehr aufzutreiben war.

Die Polizei hat Fehler eingeräumt:

„Wir können dem Herrn keinen Vorwurf machen. Er hat sich komplett richtig verhalten. Der Fehler liegt bei uns“, sagte Polizeisprecher Thomas Geithner

Ok, die Polizei hat einen Fehler gemacht. Aber werden da auch Konsequenzen gezogen? Denn,

Unabhängig von der eigenen Panne prüft die Polizei nun, ob der Rollstuhlfahrer von einem Betreuer im Stich gelassen wurde. Im Raum stehe etwa eine fahrlässige Körperverletzung durch Unterlassen

Gilt Dasselbe nicht auch für die Polizei?

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Nun ist das alte Jahr vorbei, und viele sind mit guten Vorsätzen ins Neue Jahr gestartet. Ich wünsche allen Lesern „Gutes Gelingen“ bei der Umsetzung. Der heutige Neujahrsspaziergang war durchaus belebend und unterhaltsam.

Bis auf die Hinterlassenschaften der feiernden Menschen. Hier in Dresden scheinen diese vorzugsweise an öffentlichen Plätzen zu finden zu sein. Auf seinem eigenen Hof würde wahrscheinlich jeder gleich aufräumen.

neujahrDas Foto ist eine Impression unseres lokalen „Wanderweges“ am heutigen Vormittag. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie es auf den Elbwiesen aussieht. Dazu gibt es sicher „schöne“ Fotos in der nächsten Ausgabe der Sächsischen Zeitung. Kann denn nicht jeder ein wenig mitdenken? Wird hier die Ausrede, „Die da Oben benehmen sich das ganze Jahr daneben“ bemüht? Dieses Unverständis einiger Menschen gegenüber den einfachsten Verhaltensregeln treibt auch Birni in seinem Blog um.

Nichts desto trotz gehe ich positiv ins Neue Jahr. Ich nehme an, dass die Menschen, die auf Kosten anderer die Umgebung verschandeln, in der Minderheit sind.

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Schade um die schöne Weihnachtszeit. Ich empfand sie dieses Jahr als quasi nicht vorhanden. Die Besinnlichkeit bleibt nahzeu auf der Strecke, aber das empfinden sicher viele so. Und wenn wir schon so weit sind, dann lässt sich doch auch laut über die Verlängerung des Dresdner Striezelmarktes über den Heiligen Abend hinaus nachdenken.

„Das würde unserer Stadt gut zu Gesicht stehen“, sagte der Vizechef des Hotels Pullman Dresden Newa, Ulrich Prasser.

Das empfinde ich nicht. Ein Weihnachtsmarkt gehört in die Adventszeit, das Weihnachtsfest ist der Höhepunkt des zu Ende gehenden Jahres. Punkt.

Rund 2,6 Millionen Dresdner und Touristen haben den diesjährigen Striezelmarkt besucht – etwa 100000 mehr als vor einem Jahr. Dennoch steckt Dresden in einer Tourismuskrise.

Daran wird auch ein verlängerter Striezelmarkt nichts verändern. Hauptattraktionen bleiben die Semperoper, die Dresdner Sammlungen und die barocke Architektur. Wenn es der Stadt nicht gelingt, diese zu vermarkten, wird auch ein saisonal begrenztes Ereignis die Hotels nicht sanieren. Zumal es ja sogar eine Selbstbeschränkung zu geben scheint:

Mario Müller-Milano vom Dresdner Händler- und Schaustellerverband [:] […]  Den 31. Dezember benötigten die Händler aber zum Abbauen.

Begreift also doch einer, dass man zu Ostern Glühwein schlecht verlaufen kann. Andererseits, wenn der Markt am 31. Dezember stehen bliebe, könnten sich wildgewordene Jugendliche in der Silvesternacht austoben und unversteuerte illegale Feuerwerkskörper verwenden, um die Hütten kontrolliert abzubrennen. Das freute die Feuerwehr, denn das Gefahrenpotential würde lokal begrenzt. Auch die Zimmererzunft von Dresden hätte einige Aufträge mehr, denn neue Verkaufsstände müssten hergestellt werden. Oh Du fröhliche…Wirtschaftskrise.

Quelle: Sächsische Zeitung, 27.12.2008

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Da heute nicht der 1. April ist, gehe ich davon aus, das eine heutige Randnotiz in der Sächsischen Zeitung der Wahrheit entspricht. Stadtrat Johannes Lichdi macht darauf aufmerksam, dass die Stadt Meldedaten von Bürgern verkauft, und dafür sogar im Haushalt einen Einnahmenposten vorgesehen hat:

Im diesjährigen Haushalt 2008 seien dafür Einnahmen von 375000 Euro eingeplant, so Lichdi. 2009 und 2010 ist jeweils eine Summe von 420000 Euro eingeplant.

Also auch hier ein sattes geplantes Wachstum von 12%, aber das ist eine andere Geschichte. Wahrscheinlich wird die Möglichkeit, Daten bei der Stadt offiziell zu kaufen, aktiv beworben, um die Einnahmen zu steigern.

Was wird alles und an wen verramscht?

[…] Namen, Adressen und Altersangaben von Personen zum Beispiel an Firmen für Werbezwecke, an Parteien für Wahlwerbung, an öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften, an Adressbuchverlage, aber auch an private Antragsteller.

Damit die in der „öffentlichen“ Politik verpöhnte Zielgruppenwerbung auch effektiv durchgeführt werden kann. Und ich frage mich ernsthaft, ob ich bei meiner Anmeldung hier in Dresden die Möglichkeit bestand, dem Datenhandel zu widersprechen. Ich habe das Formular sicher noch irgendwo…

„Wir fordern die Dresdner auf, ihre Rechte zu wahren und gegen den Datenhandel Widerspruch einzulegen“, so Lichdi.

Da hat die Stadt mal wieder die Entwicklung verschlafen. Herr Schäuble will ja demnächst, dass der „Hehler“ eine explizite Zustimmung braucht, um die Daten weiterzugeben. Ich sehe jetzt schon ein Loch von 420000 Euro im Stadtsäckel klaffen…

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3000 neue Jobs in Dresdens Kaufhäusern“ tönt die Sächsische Zeitung auf ihrer heutigen Titelseite. Die Fakten sind die folgenden. Im Dresdner Zentrum wird eine bestehende Einkaufspassage um 18000 Quadratmeter erweitert, eine neue gebaut mit 52000 Quadratmetern und eine dritte befindet sich in Planung. Insgesamt soll die Verkaufsfläche in der Innenstadt von 151000 auf 243000 Quadratmeter wachsen.

Ich frage mich aber, wo der plötzliche Kaufkraftzuwachs herkommen soll, wo doch alle Welt über gestiegene Energiepreise redet. Die Investitionen in Verkaufsfläche werden in meinen Augen viel zu sehr hochgejubelt. Es wird keinerlei Mehrwert produziert, und die „neuen Jobs“ fallen an anderer Stelle weg. Auch über die Qualität wird einiges gesagt:

Allerdings handelt es sich oft um Teilzeitjobs, schränkt Lucas ein. Zudem müssten Läden an anderer Stelle aufgeben.

Bettina Klemm sieht das Ganze in Ihrem Kommentar allerdings uneingeschränkt positiv. Schade, von einem Kommentar hätte ich mehr Weitblick erwartet. Aber schon der Satz:

Noch immer kleiden sich viele Dresdner in Berlin, Leipzig oder München ein.

sagt einiges aus. Ich bin wirklich neugierig, wieviele der Dresdner das tatsächlich tun. Vielleicht die, die in Berlin, Leipzig oder München arbeiten, aber die kaufen hier sowieso nicht ein.

Noch witziger die Aussage:

Nach dem Bau der geplanten Einkaufszentren wird sich etwa ein Viertel der gesamten Verkaufsfläche auf die Innenstadt konzentrieren. Bisher sind es mit 18 Prozent zu wenig für eine Großstadt und ihr Umfeld.

Warum braucht das Umfeld einer Stadt einen hohen Anteil von Läden im Stadtzentrum? Wäre dem Umland nicht mit dem Erhalt von Läden in den Kreisstädten mehr geholfen? Aber die geben dann vielleicht auf, weil die Kunden doch nach Dresden shoppen fahren, wenn das Benzin grad mal billig ist. Und später fahren die Kunden auch, wenn das Benzin teuer ist, weil es den entsprechenden Laden im Umland nicht mehr gibt. Den alten Arbeitsplatz der Verkäuferin übrigens auch nicht mehr. Durch die Neubauten gibt es selbst im Stadtzentrum nicht nur Licht:

Peek&Cloppenburg und Karstadt-Sport beispielsweise ziehen 2010 in die Neubauten um. Auch für deren bisherige Läden sind neue Mieter gefragt.

Hat man schon welche oder stehen die z.T. recht jungen Gebäude an der Prager Straße dann leer? Ich bin wirklich gespannt, wie lange sich die Vielzahl der konkurrierenden Läden auf engstem Raum wird halten können. Ich behaupte, die Anzahl der Beschäftigten im Einzelhandel wird allenfalls gleichbleiben. Und ich mache ein Kreuz im Kalender, wenn aus den Jobs endlich wieder Arbeitsplätze geworden sind.

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